Vatertag damals und heute

Ich lasse heute den christlichen Feiertag einfach mal unter den Tisch fallen und berichte euch, wie wir früher den Herrentag/Vatertag gefeiert haben und wie es heute ist.

Heute sind wir zu meinem Großeltern gefahren, wo überraschend auch mein Vater saß und gleich sein Geschenk bekommen hat: Ein selbstgraviertes Glas mit einem schönen Papa/Opa Spruch. Ich glaub er hat sich gefreut. Dann ist der Bärchenpapa mit dem Bollerwagen losgezogen. Ja, in diesem Bundesland wird das mit dem Bollerwagen tatsächlich noch gemacht! Allerdings war in unserem kein Kasten Bier, so wie früher, sondern das Bärchen samt Wasser, Wechselklamotten und Obst. Die beiden machen sich heute einen schönen Vater-Tochter-Tag, mir geht es mit einer Erkältung noch nicht ganz so gut und deswegen bleibe ich zuhause. Das Ziel der beiden ist der Familientag des Speedwaystadions, dort gibt es Fahrradspeedway, Hintergrundwissen, Bratwurst, Eis, Kinderschminken, Basteln und, besonders wichtig für das Bärchen, verschiedene Hüpfburgen. Vor einem Jahr, war das Bärchen mit mir da.

Heute Abend mache ich leckere Riesenburger selbst, darauf freuen sich die anderen Familienmitglieder schon, meinen mache ich mit Falafeln und für alle gibt es dazu selbstgemachte Kartoffelecken. Fast wie gesundes Fastfood. Dann werden wir noch mit dem Bärchen spielen, vielleicht geht sie ja heute vor 23:00 Uhr ins eigene Bett. (Ich glaub da wirklich jeden Tag aufs Neue dran)

Das machen wir heute so. Gemütlich, familiär, kuschelig und ohne großen Aufwand. Früher war das etwas anders.

Ich weiß nicht, wie das in anderen Bundesländern ist, bei uns in Mecklenburg-Vorpommern wird  Christi Himmelfahrt auch Herrentag genannt und meist feucht-fröhlich befeiert. Männer fahren gemeinsam auf einem Traktor mit geschmückten Anhänger durch die Gegend, oder mit Fahrrad/Motorrad. Manche ziehen mit dem Bollerwagen durch die Gegend, manchmal sind sogar die Frauen dabei. In unserem Alter mit Familie, als ich 20 Jahre alt war, haben wir jedes Jahr gezeltet. In unserem damaligen Freundeskreis haben auch schon alle etwas durcheinander gewohnt, meist wegen Arbeit, Studium oder Ausbildung. Aber dieses Wochenende, da haben sich alle wieder in der alten Heimat getroffen und es wurde am See gezeltet. Meist so von Mittwoch bis Samstag. Es war immer herrlich, auch wenn wir manchmal nur einen Tag bleiben konnten. Tagsüber wurde gebadet, sich gesonnt, wir haben irgendwelchen Blödsinn gespielt, ganz wichtig: Musik gehört, ein bisschen getrunken und viel gequatscht. Verantwortung hatten wir nur für uns selbst zu tragen, die Tage waren schnell und entspannt vorbei. Abends wurde gegrillt und wir saßen alle zusammen am Lagerfeuer auch mit Gitarre oder Dudelsack. Herrlich. Teilweise besuchten wir noch die anderen Lager oder wurden besucht. Aber alles immer gemeinsam.

Heute gibt es diese Clique nicht mehr. Einzelne Freundschaften sind erhalten geblieben, im Großen und Ganzen ist es aber nicht mehr so. Wir haben Kinder und sind somit raus. Die anderen sind Singles oder kinderlos, nicht immer voller Verständnis für die lieben Kleinen. Ehrlich gesagt, fehlt uns aber auch oft das Verständnis, unser Leben sieht jetzt einfach etwas anders auch. Aber es waren sehr schöne Tage und Momente, die uns ach wichtig sind und von denen wir später auch unseren Kindern erzählen werden. Vielleicht ersetze ich dabei nur Bier durch grünen Tee. 🙂

Im Endeffekt ist es eigentlich egal. wie man den heutigen Tag verbringt, Hauptsache mit Menschen, die einem wichtig sind. Mit Liebe, Spaß und Sonnenschein.

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