Gefühle rund um die Feindiagnostik

Morgen ist unser Termin für die Feindiagnostik, ich bin schon im sechsten Monat, ist das nicht unglaublich? Bei dem Bärchen bin ich total locker flockig zur Feindiagnostik gegangen, was sollte denn schon sein? Dieses Mal ist das irgendwie anders, vielleicht liegt das an den Erfahrungen, die wir bzw. unsere Freunde/Verwandte/Bekannte gemacht haben. Vielleicht liegt es an der viel beschwerlicheren Schwangerschaft. Aber irgendwie habe ich dieses Mal kein gutes Gefühl.

Was ist eine Feindiagnostik?

In der Feindiagnostik wird ein Ultraschall vom Baby gemacht. Eigentlich nicht weiter ungewöhnlich, allerdings wird hier mit einem hochauflösendem Ultraschall gearbeitet, im Sinne der Pränataldiagnostik. Hier können verschiedene körperliche Auffälligkeiten des Babys gesehen werden und dementsprechende Behandlungen vorbereitet. Viele kennen die Feindiagnostik auch unter dem Begriff Organscreening, das findet natürlich auch statt. Im Endeffekt sitzt man in einem dunklen Raum, eine riesige Leinwand vor einem. Meist macht dies auch nicht der Frauenarzt, sondern spezielle Ärzte, die darauf spezialisiert sind. Der Ultraschall dauert dreißig bis sechzig Minuten, jeder Knochen, jedes Organ des Babys wird geschallt, beobachtet, gemessen. Dabei muss teilweise doll auf den Bauch gedrückt werden, damit das Baby sich in bestimmte Richtungen dreht. Eigentlich ist es für alle Beteiligten sehr anstrengend, dennoch gibt es Leute, die es als „Baby-TV“ bezeichnen. Natürlich ist es schön, sein Baby auf dieser riesigen Leinwand zu sehen, aber es geht um das Ausschließen von körperlichen Problematiken und nicht ums gemütliche Babygucken. In den meisten Bundesländern muss die Feindiagnostik selbst bezahlt werden, außer es liegt eine dementsprechende Überweisung vor. Hier bei uns in Mecklenburg-Vorpommern bekommt eigentlich jeder einen Überweisungsschein, da alle Ärzte auf Nummer sicher gehen möchten. Ich als Risikoschwangere hätte allerdings überall zur Feindiagnostik gemusst.

Wie war die Feindiagnostik des Bärchens?

 Wir hatten am frühen Nachmittag einen Termin in der Hansestadt Rostock, haben morgens gleich angerufen, da es sonst zu sehr langen Wartezeiten kommen kann und uns wurde gesagt, dass der Termin vor uns nicht stattfinden würde, wir also gleich los fahren könnten. Gesagt und getan. Selbstverständlich haben wir keinen Parkplatz an der Klinik gefunden und sind ewig durch die Gegend geirrt um im Endeffekt einen Parkplatz zu finden, der uns einen 20minütigen Fußmarsch zur Klinik einbrachte. Total abgehetzt kamen wir dann an um zu erfahren, dass wir noch warten müssen, die Schwangere vor uns ist spontan doch noch gekommen. Ja, dann ist das so. nach etwa 90 Minuten waren wir dann dran, wir gingen in einen dunklen Raum, der Arzt sprach nicht mit uns, es ging los. Am Anfang war ich fasziniert von dem riesigen Abbild meines Babys, aber da der Arzt nicht mit uns sprach, sondern sich nur in seinen nicht vorhandenen Bart murmelte wurde ich nervös. Stimmte etwas nicht? Gab es ein Problem? Nein, der Arzt war nur genervt, dass durch mein Übergewicht die Sicht eingeschränkt war. Er erklärte uns nicht ein einziges Mal, was genau er da machte und was wir dort sehen konnten. Das gab uns einfach ein mulmiges Gefühl und das dauernde Herumdrücken auf meiner Bauch wurde von nervig zu schmerzhaft. Ich kam irgendwann an den Punkt, an dem ich nicht mehr konnte. Und er hörte nicht auf zu drücken und meinen Bauch zu pushen, bis ich ihn fragte, was er denn da suche. Er erklärte dann, dass er die Zunge nicht messen könne, da das Bärchen sie nicht herausstreckte und drückte und zerrte weiter, bis ich etwas wütend und etwas laut sagte: „Ja dann hat es halt keine Zunge!“.

Und nun?

Nun weiß ich, was auf mich morgen zukommt. Ich hab den ganzen Tag nur Wasser ohne Kohlensäure getrunken und etwas Brot gegessen. Damit auch ja keine Luft im Bauch ist, die dann noch zusätzlich die Sicht behindert. Leider haben wir wieder denselben Arzt, aber dieses Mal wissen wir ja, dass er nicht mit uns sprechen wird.

Trotzdem bin ich unruhig, denn im Bekanntenkreis ist gerade viel passiert oder auch festgestellt worden. Aber trotzdem sage ich mir: Mit dem Baby wird alles gut sein, denn so wie es ist, wurde es uns geschenkt.

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4 Gedanken zu “Gefühle rund um die Feindiagnostik

  1. Oh das war immer ganz toll 😍 Bei Püppi gab es so ein tolles 3D Foto aber bei unserem kleinen Prinz hat es leider nicht geklappt, er hat sich ja allgemein nicht viel gezeigt 😞 Genieße es morgen und Grüße den kleinen Fratz 😛❤️

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  2. Mach dich nicht verrückt. Klar, beim 2. Mal geht man nicht mehr so locker an die Schwangerschaft ran, man weiß was gebären heißt ( vorallem du mit Bärchen, hohoho) und hört eben x Stories aus dem Bekanntenkreis. Aber bei anderen Themen lässt man das ja auch nicht so an sich ran und ändern kannst du jetzt eh nichts. Versuch dich darauf zu freuen, dein Minibärchen anschauen zu können und vertraue deinem Körper. Der ist dafür gemacht. Versuche, dich nicht zu sorgen und zu stressen, denn du willst ja ein entspanntes Baby.

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