Ein Tag am Meer bringt die Veränderung

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Wir waren gestern mit der Familie am Meer. Ich habe mir einfach den Tag frei genommen, Überstunden sei Dank und wir sind mit Schwägerin plus Familie mit dem Zug nach Warnemünde gefahren. Und das war auch bitter nötig.

In der letzten Zeit war es nicht sehr einfach mit dem Bärchen. Eigentlich hat sie nur noch geschrien. Schon morgens beim Frühstück hat sie sich zwischen den Löffeln voll Müsli auf die Couch geworfen, geschrien, geweint und getreten. So ging es bis zur Kita. Und nach dem Abholen konnten wir uns anhören, wie toll und lieb sie sich benommen hat, nur, damit es im Auto oder im Buggy dann wieder so richtig los ging. Nichts war ihr genehm, nichts hat ihr gepasst. Es wurde nur gebrüllt, gezickt, gemeckert, mit Sachen um sich geworfen und auch gerne mal gehauen. Wir haben alles probiert: Alleine mit ihr zuhause gespielt, alleine auf den Spielplatz, mit Freunden im Garten, weggefahren. Es war egal. Ich war furchtbar gestresst. Auf Arbeit nur Stress und Ärger und dann zuhause das Schreien. Der Bärchenpapa war auch schon ganz fertig und es gab mehr als einen Abend, wo ich froh war, wenn sie endlich im Bett lag. Klingt schlimm, oder? Sorry, aber das war es auch. Etwas gesundheitliches konnten wir ausschließen, in der Kita lief ja alles super. Und wir kannten es ja schon. Die ersten sieben Monate ihres Lebens war es so und seitdem gab es immer mal wieder solche Phasen. Man wusste, dass sie irgendwann enden, aber niemals wann.

Gestern war es dann so weit. Schon morgens war der Unterschied spürbar. Sie wachte nicht auf und schrie sofort los, nein, sie wachte auf und machte sich ihre Spieluhr an.  Die Eule hatte ich euch hier schon mal vorgestellt, das Bärchen muss einfach nur raufhauen und sie spielt los. Daran merkt man, dass sie gut drauf ist, sie macht sich sie meistens an, um noch ein bisschen zu schlummern. Sie war beim Frühstück entspannt, ging ohne Probleme aufs Töpfchen, schäkerte mit uns und war einfach gut drauf. Auch die Zugfahrt mit den anderen war kein Problem, sie lachte viel, klatschte in die Hände und erkundete neugierig den Zug. Begeistert war sie, als sie einen schwarzen Mops entdeckte. Ich befürchte nur, dass ihr tiefes Wau-Wau dem Kleinen etwas Angst machte.

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In Warnemünde angekommen, gingen wir erstmal ein bisschen spazieren. Gefiel ihr gut. Danach an einem Fischboot etwas essen. Lecker Fischbrötchen, Fish&Chips und Fischfritten. Das Bärcen durfte alles probieren und fand es gut. Wie jedes Essen. Problematisch wurde es erst, als sie fertig war, die anderen aber nicht. Sie machte einen Aufstand, bis ihr irgendjemand genervt noch ein paar Pommes gab. Sollte nicht sein, aber Ausnahmen müssen sein.

Am Strand selber blühte sie so richtig auf. Ich setzte sie ans Wasser, wir bauten eine Kleckerburg und sie beobachtete fasziniert, wie die Wellen ihre Füße umspielten. Dann wollte sie hoch und ging an meinen Händen ins Wasser. Sie gluckste und strahlte. Und wir strahlten auch. Zurüc bei den anderen gab es Wassermelone und das schlaue Bärchen streute Sand in die Schüssel und als dann außer mir niemand mehr davon essen wollte, konnte sie schön futtern. Hat geknirscht, war aber lecker und erfrischend.

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Auf der Rückfahrt ist sie dann im Zug eingeschlafen. Abends dann noch etwas mit uns gespielt, bisschen Gurke und Brot gegessen, gebadet und ist mit einem Lächeln eingeschlafen. Ein wundervoller Tag. Und auch heute war sie wieder besser drauf. Soll heißen: Bei der nächsten Schreiphase fahren wir sofort ans Meer!

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