Jetzt also doch nicht.

Heute hatte ich eine tolle Mail in meinem Postfach. Ich darf wieder etwas testen, worauf ich mich wirklich freue, da ich sehr gespannt und auch etwas skeptisch bin. Ich teste ja mit dem Bärchen sehr gerne Sachen und ich mag es auch vernünftige Begründungen zu schreiben, warum ich testen möchte. Ich bewerbe mich ja schließlich nicht für alle Produkttests, die mir vorgeschlagen werden und die ich finde, sondern nur für die, welche mich auch interessieren. Und seien wir doch mal ehrlich, wer bekommt nicht gerne etwas umsonst! So gehe ich kein Risiko ein und wenn es mir nicht gefällt, dann schreibe ich es auch und hoffe, dass durch meine Kritik und meine Anmerkungen etwas verändert wird. Und jetzt gibt es eine Begebenheit, erzählt in einer Art Märchenperspektive.

Nun begab es sich vor nicht allzu langer Zeit, dass die Bärchenmama und das Bärchen sich auf dem Weg zum Gewerbeamt ihrer Stadt machten. Im Gepäck gut verstaut ein Ordner mit allen Kooperationen, Gratissendungen und Produkttests, seit Bestehen des Blogs. Die Bärchenmama hatte sich viel Mühe gemacht alles zu sortieren und herauszusuchen. Ihr Ziel war es, ein Gewerbe anzumelden, da sie auf mehreren Seiten gelesen hatte, dass dies zwingend notwendig ist, um keine Probleme mit dem Finanzamt zu bekommen. Die beiden fuhren mit einem engen Fahrstuhl, der das Bärchen zum Weinen brachte, aber das Gewerbeamt war im obersten Stock und der Buggy nicht zum Treppen hochtragen geeignet. Gleich die erste Frau, die ihnen entgegen kam, war auch für die Gewerbeanmeldung verantwortlich und bat die beiden in ein schickes sonnendurchflutetes Büro, welches das Bärchen auch sogleich erkundete. Die Bärchenmama erklärte kurz, was sie wollte und die nette Frau sah sie verwirrt an. Nach einer kurzen Pause fragte die Frau nach und die Bärchenmama erklärte erneut, dass sie einen Internetblog betreibt, darüber auch Verlosungen veranstaltet, Kooperationen betreibt und Produkte testet. Der wirklich schöne Ordner wurde der Frau übergeben. Diese sah sich ihn intensiv an und folgte auch den Erklärungen der Bärchenmama. Dann fragte sie, ob denn die Bärchenmama mit ihrem Blog Geld verdient. Die Bärchenmama verneinte dies. Die Frau überlegte. Und erwiderte, dass sie keine Gewinnerzielungsabsicht erkennen kann. Sie hatte noch nie einen ähnlichen Fall. Die Bärchenmama war nun verwirrt und gab wieder, was sie im Internet zu dem Thema gelesen hatte. Wieder hörte die Frau aufmerksam zu, lächelte, sah dem Bärchen zu, wie es verschiedene Bücher ehrfürchtig berührte und sagte, dass jetzt gerade keine Gewerbeanmeldung für das Blog notwendig ist. Okay. Die Bärchenmama fragte noch kurz, über welchen Tisch das Ganze geht, wenn es zu einer ANzeige oder ähnlichem kommt. Wieder lächelte die Frau, nahm sich einen Zettel, schrieb sich den Namen und das Anliegen der Bärchenmama auf und versicherte, dass dies über ihren TIsch gehen würde. Die Bärchenmama verließ zusammen mit dem mittlerweile Keks kauenden Bärchen das Büro in dem Wissen, dass sobald sie Geld mit dem Blog zu verdienen gedenke, sie sich erneut mit der Frau zusammen setzten müsste. Aber da die Bärchenmama mit ihren Produkttests, so, wie sie jetzt sind, vollkommen zufrieden ist, möchte sie so gar kein Geld verdienen. Dafür gibt es ihren tollen Job als Sozialarbeiterin, den sie sehr liebt. Aber wenn es irgendwann einmal soweit kommt, ist sie nun bestens informiert und freut sich darauf, die nette Frau wieder zu treffen, die überhaupt nicht wusste, was ein Blog ist.

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4 Gedanken zu “Jetzt also doch nicht.

  1. Das ist ja mal ein richtig cooler Beitrag und genaue zur richtigen Zeit!!! Denn ich habe mich in den letzten drei Tagen auch mit sowas rumgeschlagen. Meine Infos waren: „Wenn du eine Verlosung machst und Produkte testest, hast du daraus einen Geldwerten Vorteil – auch wenn du kein Geld verdienst – und das musst du anmelden, damit das versteuert wird. Da du aber kein Geld verdienst, kannst du auch deine Domain-Kosten nicht absetzen. Aber trotzdem musst du anmelden…“ Ich danke dir für diesen Beitrag, denn fühle ich mich wirklich gut aufgeklärt. Ich möchte nämlich mit dem Blog auch kein Geld verdienen und verdiene als Beamtin ganz ordentlich. Alles nur Privatvergnügen 🙂 Schön, dass es jemand mal so ehrlich aufschreibt und dann auch noch mit einer charmanten und leicht süffisanten Art 😉 LG Yvonne

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    • Hallo Yvonne und dankeschön. Ja, die ganzen Informationen, die man so im Internet und von Bekannten bekommt, haben mich auch dazu getrieben, die nette Frau im Gewerbeamt aufzusuchen. Ich glaube, dass sie am meisten verwirrt davon war, dass ich unbedingt ein Gewerbe anmelden wollte, weil ich dachte, dass ich es muss. Und es hat wirklich eine Weile gedauert, bis sie verstanden hat, was genau ich da eigentlich mache und war auch etwas verwirrt darüber, dass Firmen einer einfachen Sozialpädagogin und Bloggerin teilweise ja richtig wertvolle Dinge zuschicken. Ich habe ihr auch versucht zu erklären, was ich dafür leiste, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie mir noch folgen konnte. Aber ihre Auskunft war klar und hilfreich und ich finde es toll, dass sie damit nicht nur mir, sondern auch einigen anderen, so wie dir, weitergeholfen hat! Lieben Gruß!

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