Ein Herz für Babybörsen

Wir waren gestern mal wieder auf einer Babybörse (oder Babyflohmarkt, ganz wie ihr wollt). Vor der Geburt des Bärchens war ich auf ganz vielen, oft auch mit dem Bärchenpapa, der allerdings nur mitgekommen ist, wenn Schwangere vor dem großem Ansturm rein durften, ansonsten war ihm das zu voll. (Einmal wurden wir ganz böse angeguckt und hinter unserem Rücken böse getuschelt, weil wir vorher rein durften, aber hey, wer lesen kann ist klar im Vorteil, das stand ja überall.)

Jetzt waren ich mit meiner Mutter, also der Bärchenoma auf meiner ersten Babybörse post Bärchen und auch der ersten, die draußen stattgefunden hat. Das Bärchen blieb bei seinem Papa und als es dann ständig regnete, erwies sich dies auch als beste Entscheidung des Tages. Mir persönlich machten die kurzen Schauer nichts aus, aber teilweise liefen die Menschen recht panisch durch die Gegen und blitzschnell wurden beim ersten Tröpfchen die Stände abgedeckt, sodass man überhaupt nichts mehr sehen konnte. War den Leuten bewusst, dass das nur Wasser war?

Wie immer hatte ich mir einen Zettel geschrieben und wie immer hab ich ihn im Auto vergessen, aber da ich der Bärchenoma auf dem Hinweg noch alles vorgelesen hatte, war es noch da. Ich schreibe mir vor Babybörsen immer auf, was ich noch brauche, sonst verliere ich schnell den Überblick. Wir bekommen immer von der Familie und Freunden einige Klamotten geschenkt und diese sortiere ich immer gleich und scheibe mir dann in Listen auf, was wir haben. So weiß ich ganz genau, wovon wir wieviel in welcher Größe haben. Lustige Sache nebenbei: IN Größe 62/68 hatten wir insgesamt 16 Schlafanzüge bekommen, jetzt für die Größe 74 genau einen. Schlafen große Babys nackt? Oder zerstören sie einfach mehr Schlafanzüge? Wäre mal interessant herauszufinden.

Zurück zu meiner Liste:

Eigentlich gibt es bei uns die Absprache, dass auch nur gekauft wird, was auf dieser steht, ich habe allerdings folgende Ausnahme: auch nicht augeschriebene Sachen können gekauft werden, sollten sie außerordentlich süß sein. Hihi. So, dieses Mal stand auf meiner Liste: lange Bodys, Kleider, Schlafanzüge, Schlafsäcke, und eine Wippe.

Gekauft haben wir: zwei Schlafanzüge, drei lange Bodys, drei Kleider, einen Hosenrock mit T-Shirt und einen Jogginganzug, Ausgegeben habe ich genau 21,50 Euro. Finde ich gut, vor allem, da auch Markensachen dabei waren und teilweise die Sachen wie neu wirkten. Leider kann ich euch kein Foto zeigen, da ich die Sachen gleich zusammen mit allem in Größe 74 gewaschen hab, da wir jetzt dringend von Größe 68 auf 74 umsteigen müssen, das Bärchen wies beim gestrigen Messen schon 71,5 cm auf und die Sachen werden immer enger. 🙂 Was mich nur traurig gestimmt hat war, dass ich keinen Wipper bekommen hat. Ich wollte gerne einen günstigen ohne Schnickschnack haben, nur um das Bärchen drinne zu füttern. Aber ich versuch mein Glück gerade im Internet, mal gucken.

Und jetzt würde ich gerne Käufern und Verkäufern gerne noch persönliche Tipps geben:

für Käufer:

  • wenn möglich lasst eure kleinen Babys zuhause, es ist oft sehr stressig und voll (und manchmal wird sogar geschubst)
  • nehmt eher Kleingeld mit, keiner kann erwarten, dass zum Beispiel 50 Euroscheine gewechselt werden können
  • nehmt auf jeden Fall auch einen Beutel und ggf. einen Regenschirm mit
  • seht euch in aller Ruhe um und beteiligt euch nicht am allgemeinem Drängeln
  • wann ihr hin geht müsst ihr selber wissen, zum Ende hin ist es sicherlich leerer aber eben auch weniger Auswahl
  • wühlt nicht in den aufgeschichteten Sachen herum, fragt lieber den Verkäufer direkt nach dem, was ihr sucht
  • Macht euch eine schöne, stressfreie Zeit und genießt den Ausflug. (Also auch nicht ärgern, wenn ihr etwas bestimmtes nicht bekommt)
  • Kauft konzentriert und macht euch eine Liste, so kauft ihr keine unnötigen Dinge.
  • Handelt! (oder fragt nach Mengerabatt, wenn ihr an einem Stand viel kauft)
  • Guckt euch die Verkäufer und Sachen ganz genau an. (Großer Vorteil gegenüber Onlinegebrauchtkäufen) Raucht der Verkäufer am Stand wird er dies wahrscheinlich auch in der Wohnung machen. Sind euch die Verkäufer unsympathisch oder gar schmuddelig, braucht ihr einfach nur an den nächsten Stand zu gehen!

für Verkäufer:

  • Ich finde es schön, wenn Schilder mit den Größen sichtbar angebracht sind. So kann ich gleich sehen, ob es sich lohnt, an den Stand zu gehen.
  • Am Wochenende habe ich gesehen, dass sich draußen ein kleiner Pavillon lohnt, so können die Leute auch bei Nieselregen noch sehen, was verkauft wird.
  • Preisschilder mag ich eher nicht. Ich finde es schöner und komminikativer, nach dem Preis zu fragen und verhanden zu können, als wenn alles so festgelegt ist.
  • Und (für mich selbstverständlich, für einige anscheinend nicht): Ich möchte saubere Sachen kaufen, ohne Flecken, Risse und Löcher.
  • Besonders schöne Sachen machen sich auf Kleiderstangen oder irgendwo anderers angehängt gut.
  • Bitte seid freundlich. Wir armen Käufer können nichts für das Wetter, dass ihr wenig verkauft oder andere zu euch nicht freundlich waren.
  • Wenn ihr andere Leute am Stand dabei habt, klärt vorher wieviel ihr wofür haben wollt, wird dann für alle stressfreier.
  • Und zum Schluss: Macht vernünftige Preise. Auch wenn es Markensachen sind oder ihr sehr viel dafür ausgegeben habt, wird niemand zu teuer einkaufen. Setzt solche Sachen lieber online irgendwo rein.

 

Und allen. Geht auf Babybörsen oder Babyflohmärkten oder Babybasaren. Ihr findet immer schöne Dinge, spart Geld und trefft interessante Menschen! Wie seht ihr das? Wart ihr schon öfter unterwegs in Sachen Baby?

 

 

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